Wing Chun

Kampfkunst Akademie Karlsruhe

Geschichte

Die ca. 370 Jahre alte und aus Südchina stammende Kampfkunst basiert auf einem ganzheitlichen Ansatz, in welchem körperliche, geistige und philosophische Aspekte berücksichtigt werden. Wing Chun bietet effektive Selbstverteidigung, Stärkung der Selbstsicherheit und Entwicklung einer guten Körperwahrnehmung.

Neuerdings wurde die Überlegenheit dieses traditionellen Kampfsystems von vielen Polizei- und Militäreinheiten rund um den Globus entdeckt und in die Ausbildung integriert. Bei Spezialeinheiten wie SEK, MEK, GSG 9 und KSK ist Wing Chun fester Bestandteil der Selbstverteidigungs-Ausbildung, so auch bei der Polizei Baden-Württemberg.


Wing Chun entstand nach dem Fall der Ming Dynastie in China um ca. 1650. Die Wurzeln gehen auf den früheren Kung-Fu-Stil Weng Chun zurück. Zur Entstehungsgeschichte des Wing Chun existieren unterschiedlichste Überlieferungen und Legenden. Inwieweit diese den tatsächlichen Begebenheiten entsprechen, ist aufgrund fehlender fundierter wissenschaftlicher Belege nicht mehr nachvollziehbar. Seine Ursprünge gehen auf das heute zerstörte südliche Shaolin-Kloster in Fujian (Fukien) zurück.

Einer Legende nach wurde Wing Chun von fünf Großmeistern verschiedener Kampfstile zum Leben erweckt und im Laufe der Zeit immer weiter verfeinert. Das streng geheime Wissen um diese Kampfkunst wurde nur von Generation zu Generation weitergegeben. Um etwa 1980 wurde es der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Heute gibt es weltweit zahlreiche Verbände und Organisationen mit unterschiedlichsten Schreibweisen und Auslegungen, die sich in ihrer Wirkungsweise und Effektivität jedoch wesentlich unterscheiden. Die meisten dieser Wing Chun-Stile gehen auf den Kampfkünstler Yip Man (1893–1972) zurück. Yip Man selbst lernte die bis dahin fast unbekannte Kampfkunst von Chan Wah Shun (陳華順). Später lernte er von Chan Wah Shun's Schüler Ng Jung Su (吳仲素) und Leung Bik (梁壁), dem Sohn eines Lehrers Chan Wah Shun‘s. Zu Yip Mans berühmtesten Schülern zählt der Kampfkünstler Bruce Lee.


Wing Chun ist weit mehr als ein jahrhundertealtes chinesisches Bewegungssystem; auf der körperlichen Ebene beschäftigt es sich mit Kampf- und Selbstverteidigungsaspekten, auf der geistigen Ebene mit der Entfaltung und Weiterentwicklung des Praktizierenden. Die Geisteshaltung basiert auf dem traditionellen chinesischen Weltbild, dessen Kern das Prinzip des steten Wandels von Yin und Yang darstellt.

Die ganzheitliche Sichtweise des Menschen führt zu einer Harmonisierung von Körper und Geist. Die stetig konzentriert ausgeführten Bewegungen bewirken eine körperliche und mentale Entspannung.
Durch regelmäßiges Training werden Wahrnehmung, Konzentration, innere Kraft, Stärke, Stabilität und Gelassenheit geschult, die zu einer geistigen Entwicklung und letztlich zum Finden des eigenen inneren Gleichgewichtes führen.


Kämpfen lernen ist ein stetiger Kampf gegen sich selbst!

Erlernen Sie effektive Selbstverteidugung von erfahrenen Polizeibeamten.
Auch der längste Weg beginnt mit einem ersten Schritt!

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